Vågåmo
🏘️ Ortschaft Gudbrandsdalen Tal

Vågåmo

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60 Minuten
Vågåmo ist ein kleines Dorf mit etwa 1.500 Einwohnern am Nordufer des Vågåvatnet. Es ist das Verwaltungszentrum der Gemeinde Vågå – einer der trockensten Regionen Norwegens, obwohl sie von Bergen umgeben ist.

Die Kirche ist der Hauptgrund für einen Zwischenstopp. Die Vågå-Kirche sieht von außen wie eine Stabkirche aus – mit schwarz geteertem Holz und einem achteckigen Turm –, ist jedoch eigentlich ein Wiederaufbau aus den 1620er Jahren. Die ursprüngliche Stabkirche aus dem 12. Jahrhundert wurde abgebaut, und ein Großteil des Materials wurde für den Neubau wiederverwendet. Am Haupteingang sind noch immer geschnitzte Wandbretter der mittelalterlichen Kirche zu sehen, die mit Drachenornamenten im altnordischen Stil verziert sind. Im Inneren befindet sich ein Taufbecken aus Speckstein aus dem späten 12. Jahrhundert sowie ein Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert. Die Wandmalereien im Chorraum stammen von dem Pfarrer Henning Munch aus den 1690er Jahren.

Dieser Name – Munch – spielt hier eine Rolle. Die Familie von Edvard Munchs Vater lebte seit Generationen in Vågå . Sein Ur-Urgroßvater Johan Storm war 31 Jahre lang Pfarrer in Ullinsvin, dem alten Pfarrhaus. Edvard selbst war zwischen 1895 und 1939 mehrmals dort zu Besuch, angezogen von den Geschichten, die ihm sein Vater über die Herkunft der Familie erzählt hatte. Im Jahr 1924 schrieb er: „Ich bin in Vågå, wusstest du, dass meine Familie von dort stammt? Auf dem Friedhof habe ich zwei Gräber gefunden, eines mit dem Namen Munch und eines mit dem Namen Bjølstad. Es ist der Kampf zwischen diesen beiden Familien, der in mir zu Gemälden wird.“

Ullinsvin, das alte Pfarrhaus direkt oberhalb des Dorfzentrums, ist heute eine Galerie und ein Kulturzentrum. Dreizehn Gebäude, von denen die meisten unter Denkmalschutz stehen. Im Garten des alten Pfarrhauses kann man den Kräutergarten sehen, den Munchs Urgroßmutter Christine Storm Munch angelegt hat. Dort steht eine Büste von Edvard Munch, und ein kurzer Rundweg durch das Dorf führt auf seinen Spuren.

Oberhalb des Dorfes liegt Jutulheimen, ein kleines Freilichtmuseum mit Gebäuden aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, die wie ein traditioneller Bauernhof angeordnet sind.

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