Norwegens Nationalmuseum für Frauengeschichte liegt versteckt in den gepflasterten Straßen von Øvrebyen, dem alten Viertel von Kongsvinger. Es befindet sich in Rolighed, einer 1857 erbauten Villa im Schweizer Chalet-Stil in der Løkkegata. Das Gebäude allein ist schon sehenswert, aber es ist die Geschichte der Frau, die hier aufwuchs, die es unvergesslich macht.
Dagny Juel wurde am 8. Juni 1867 in Kongsvinger geboren. Als sie acht Jahre alt war, zog ihre Familie nach Rolighed. Sie ließ sich in Kristiania zur Pianistin ausbilden und ging dann nach Berlin, wo sie 1893 in die Weinstube Zum Schwarzen Ferkel eintrat und zum Mittelpunkt eines der intensivsten Künstlerkreise Europas wurde. Edvard Munch, August Strindberg und der polnische Schriftsteller Stanisław Przybyszewski gehörten zu ihren Stammgästen. Munch malte sie mehrmals; sie gilt als das Modell für die Madonna. Sie hatte eine kurze Affäre mit Strindberg und heiratete dann Przybyszewski. Sie schrieb Gedichte und Theaterstücke, bekam zwei Kinder und führte ein rastloses Bohème-Leben in Berlin, Prag und Warschau. Im Jahr 1901 wurde sie im Alter von 33 Jahren von einem Freund der Familie in Tiflis, Georgien, erschossen. Die Umstände sind bis heute umstritten.
Das Museum wurde 1995 von Königin Sonja eröffnet und erhielt 1997 den Status eines Nationalmuseums. Die Dauerausstellung zeichnet das Leben von Dagny Juel von den Räumen in Rolighed bis zu den Salons in Berlin nach. Die Wechselausstellungen befassen sich mit breiteren Themen der norwegischen Frauengeschichte, vom Wahlrecht und den Arbeitsrechten bis hin zu Kunst und Alltagsleben.
Dagny Juel wurde am 8. Juni 1867 in Kongsvinger geboren. Als sie acht Jahre alt war, zog ihre Familie nach Rolighed. Sie ließ sich in Kristiania zur Pianistin ausbilden und ging dann nach Berlin, wo sie 1893 in die Weinstube Zum Schwarzen Ferkel eintrat und zum Mittelpunkt eines der intensivsten Künstlerkreise Europas wurde. Edvard Munch, August Strindberg und der polnische Schriftsteller Stanisław Przybyszewski gehörten zu ihren Stammgästen. Munch malte sie mehrmals; sie gilt als das Modell für die Madonna. Sie hatte eine kurze Affäre mit Strindberg und heiratete dann Przybyszewski. Sie schrieb Gedichte und Theaterstücke, bekam zwei Kinder und führte ein rastloses Bohème-Leben in Berlin, Prag und Warschau. Im Jahr 1901 wurde sie im Alter von 33 Jahren von einem Freund der Familie in Tiflis, Georgien, erschossen. Die Umstände sind bis heute umstritten.
Das Museum wurde 1995 von Königin Sonja eröffnet und erhielt 1997 den Status eines Nationalmuseums. Die Dauerausstellung zeichnet das Leben von Dagny Juel von den Räumen in Rolighed bis zu den Salons in Berlin nach. Die Wechselausstellungen befassen sich mit breiteren Themen der norwegischen Frauengeschichte, vom Wahlrecht und den Arbeitsrechten bis hin zu Kunst und Alltagsleben.