Setermoen – Norwegens Militärstadt
🏘️ Ortschaft Troms Tal

Setermoen – Norwegens Militärstadt

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Setermoen ist eine Stadt mit etwa 2.500 Einwohnern in der Gemeinde Bardu, die im weiten Bardudalen-Tal an der E6 liegt. Seit 1898, als die allgemeine Wehrpflicht auf Nordnorwegen ausgeweitet wurde und die Armee einen Ort für die Ausbildung der Soldaten benötigte, ist Setermoen eine Militärstadt. Heute ist sie das Hauptquartier der Brigade Nord, der wichtigsten Kampfbrigade der norwegischen Armee, und eine der bedeutendsten militärischen Einrichtungen des Landes.

Doch das Militär ist eigentlich erst das zweite Kapitel. Das erste Kapitel handelt von den Siedlern. Im 18. Jahrhundert zogen Bauern aus dem Østerdalen und dem Gudbrandsdalen in Mittelnorwegen nach Norden, um das Bardu-Tal zu besiedeln. Sie brachten ihren Dialekt, ihre Bautraditionen und ihren Kirchenbau mit. Die 1829 erbaute Bardu-Kirche ist eine exakte Nachbildung der Kirche in Tynset, das über 1.000 Kilometer weiter südlich liegt. Der lokale Dialekt trägt noch immer Spuren dieser Herkunft.

Während der deutschen Besatzung wurde das Lager massiv um Kasernen und Einrichtungen erweitert. Nach dem Krieg wurde hier 1953 die Brigade Nord gegründet, wodurch die Stadt zum wichtigsten Stützpunkt der norwegischen Landstreitkräfte im Norden wurde. Truppen des US Marine Corps trainieren hier regelmäßig, und die militärische Präsenz hat die Identität der Stadt geprägt. Setermoen erklärte sich 1999 zur Stadt – eine etwas optimistische Entscheidung für eine Siedlung mit 2.500 Einwohnern.

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