Die Stabkirche von Ringebu ist die einzige Kirche im Gudbrandsdalen. Die Kirche, die Sie heute sehen, ist nicht ganz so, wie sie die mittelalterlichen Pilger gekannt hätten. Das Original wurde um 1220 erbaut, aber 1630 baute der Baumeister Werner Olsen sie zu einer kreuzförmigen Kirche um. Er fügte 1631 den markanten roten Turm hinzu, baute neue Querschiffe und senkte die Decke. Von dem ursprünglichen Bauwerk ist nur noch das Kirchenschiff mit seinen 18 freistehenden Holzstäben erhalten. Das Westportal weist noch mittelalterliche Schnitzereien mit Tierornamenten auf.
Archäologische Ausgrabungen in den 1980er Jahren brachten die tiefere Geschichte der Kirche ans Licht. Unter dem Fußboden fanden die Ausgräber etwa 900 Münzen, die meisten aus dem Mittelalter, darunter einige, die in England unter König Canute in den 1020er Jahren geprägt wurden. Sie fanden auch Pfostenlöcher von einer noch älteren Kirche, die hier im 11. Der Ort war schon lange vor der Ankunft des Christentums ein Versammlungsort.
Die Inneneinrichtung stammt hauptsächlich aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. Der Altaraufsatz stammt aus den 1680er Jahren und weist einige der frühesten geschnitzten Akanthusblätter im Tal auf. Das Taufbecken aus Speckstein ist noch älter und wurde von der vorherigen Kirche übernommen. Mittelalterliche Kruzifixe und eine Statue des Heiligen Laurentius aus der Zeit um 1250 haben die Jahrhunderte überdauert.
Die Kirche liegt an der Pilgerroute von Oslo zum Nidarosdom in Trondheim. Im Mittelalter pilgerten Tausende auf diesem Weg, um den Schrein des Heiligen Olav zu besuchen. Heutige Pilger machen hier immer noch Halt, genau wie ihre Vorgänger vor 800 Jahren.
Die Kirche kann im Sommer besichtigt werden, ist aber nach wie vor eine aktive Pfarrkirche, so dass man sich vergewissern sollte, dass sie nicht für Gottesdienste oder Hochzeiten geschlossen ist. Nebenan beherbergt das alte Pfarrhaus aus dem Jahr 1743 ein kleines Museum mit einigen der ausgegrabenen Münzen.