Nybergsund – Kongeparken
📜 Geschichte Østerdalen Wald

Nybergsund – Kongeparken

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In diesem kleinen Dorf an der Trysilelva wurde im April 1940 das Schicksal Norwegens besiegelt. Zwei Tage nach dem Einmarsch Deutschlands hatten König Haakon VII., Kronprinz Olav und das norwegische Kabinett hier, nahe der schwedischen Grenze, Zuflucht gefunden. Der deutsche Botschafter hatte ein Ultimatum gestellt: Entweder Quisling als Ministerpräsidenten akzeptieren oder mit den Konsequenzen rechnen. König Haakon erklärte seinen Ministern, er werde lieber abdanken, als dem nachzukommen. Sie unterstützten ihn einstimmig.

Am 11. April 1940 um 17:00 Uhr tauchten elf Bomber der Luftwaffe über Nybergsund auf. Der König, der Kronprinz und die Minister rannten aus ihrem Hotel in den schneebedeckten Wald. Zwischen den Birken stehend sahen sie zu, wie das Dorf in Flammen aufging. Die Schule, die Genossenschaft und die Telefonzentrale wurden zerstört. Wie durch ein Wunder kam niemand ums Leben.

Was folgte, war keine einfache Flucht nach Norden. Von Nybergsund floh die königliche Gruppe das Østerdalen hinauf nach Tynset und Folldal, überquerte dann die Berge nach Hjerkinn am Dovre, wo die Straßen nicht geräumt waren und sie ihre Autos zurücklassen mussten. Verkleidet fuhren sie mit einem Güterzug hinunter ins Gudbrandsdalen. Nachdem sie wochenlang den Bombern durch die Täler ausgewichen waren, erreichten sie am 23. April Molde an der Westküste. Sechs Tage später, als Molde unter deutschen Bombenangriffen in Flammen stand, wurden sie an Bord des britischen Kreuzers HMS Glasgow nach Tromsø evakuiert, wo am 1. Mai eine provisorische Hauptstadt ausgerufen wurde. Am 7. Juni segelten der König und die Regierung an Bord der HMS Devonshire ins Exil nach London. Norwegen kämpfte noch fünf Jahre lang weiter.

Nach dem Krieg wurde das Waldstück, in dem die Königsfamilie Zuflucht gefunden hatte, zum Kongeparken (Königspark). 1946 kehrte König Haakon persönlich zurück, um einen Gedenkstein zu enthüllen, wozu sich 8.000 Menschen versammelten. Im Jahr 1990 fügte König Olav V. eine Büste seines Vaters hinzu. Im Jahr 1996 fügte König Harald V. eine Büste seines Vaters Olav hinzu. Drei Generationen von Königen, von denen jede die vorherige ehrt, in dem Wald, der sie alle gerettet hat.

Der Park ist ganzjährig frei zugänglich und liegt direkt neben dem Dorfzentrum.

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