Wenn Sie sich für Züge interessieren, sollten Sie hier unbedingt vorbeischauen. Das norwegische Eisenbahnmuseum wurde 1896 gegründet und ist damit eines der ältesten Verkehrsmuseen der Welt. Es befindet sich am Ufer des Mjøsa, etwa einen Kilometer nördlich von Domkirkeodden.
Das Hauptgebäude zeigt die norwegische Eisenbahngeschichte von Anfang an. Sie können in alte Personenwaggons steigen, sehen, wie ein Stellwerk funktionierte, und im Vorbeigehen Modellzüge durch Dioramen fahren sehen. Im Obergeschoss befinden sich maßstabsgetreue Modelle aller Lokomotivtypen, die jemals in Norwegen eingesetzt wurden.
Der Außenpark verfügt über zwei Lokomotivhallen und mehrere historische Eisenbahngebäude. Das Herzstück ist die Dovregubben - Norwegens stärkste Dampflokomotive, eine Type 49c aus dem Jahr 1940. Sie zog bis 1958 Schnellzüge über das Dovre-Gebirge zwischen Oslo und Trondheim. Der Name bedeutet "Der Bergkönig" aus Ibsens Peer Gynt. Zu ihrer Zeit war sie die größte und stärkste Lokomotive Nordeuropas.
Im Sommer können Sie mit zwei Schmalspurbahnen durch den Park fahren: mit der Kindereisenbahn Knertitten und der betriebsfähigen Dampflok Urskog.
Das Museum bietet auch historische Zugfahrten auf dem Haupteisenbahnnetz an. Der Stålvogntog - alte Stahlwaggons, die von einer klassischen Diesellokomotive gezogen werden - fährt im Dezember zum Weihnachtsmarkt nach Røros, nach Grundsetmart'n, entlang der Rauma-Strecke nach Åndalsnes und zu verschiedenen anderen Zielen. Informieren Sie sich auf der Website über die nächsten Fahrten - sie sind schnell ausverkauft.
Das Museum ist ganzjährig von Dienstag bis Sonntag geöffnet, wobei einige Außenbereiche außerhalb des Sommers geschlossen sind.
Am ersten Novemberwochenende findet eine große Modelleisenbahnausstellung statt - das sollten Sie wissen, wenn Sie Norwegen zu diesem Zeitpunkt besuchen, da der November im Allgemeinen ein ruhiger Monat ist, in dem für Touristen nicht viel los ist.