Lindesnes ist der südlichste Punkt des norwegischen Festlands. Der Name stammt aus dem Altnordischen und bedeutet "wo das Land im Meer versinkt" Hier trifft die Nordsee auf das Skagerrak, und die Gewässer hier waren schon immer tückisch. Strömungen, Wind und plötzliche Stürme haben im Laufe der Jahrhunderte unzählige Schiffbrüche verursacht.
Der erste Leuchtturm Norwegens wurde hier am 27. Februar 1656 entzündet. Er bestand aus dreißig Talgkerzen, die an der Spitze eines dreistöckigen Turms brannten. Die Lösung war schlecht, und nach Beschwerden von Seeleuten wurde das Licht schon nach wenigen Monaten wieder ausgelöscht. Erst 1725 wurde es wieder angezündet. Der heutige gusseiserne Turm stammt aus dem Jahr 1915. Er ist nur 16 Meter hoch, aber das Licht befindet sich 50 Meter über dem Meeresspiegel und ist bei klarem Wetter etwa 37 Kilometer weit zu sehen. Der Leuchtturm ist auch heute noch in Betrieb - er ist der einzige Leuchtturm in Norwegen, der noch einen Wärter hat.
Während des Zweiten Weltkriegs befestigten die deutschen Streitkräfte Lindesnes mit Bunkern und Tunneln als Teil des Atlantikwalls. Die Überreste sind heute noch zu sehen.
Das Besucherzentrum ist in den Felsen hinter dem Leuchtturm gebaut. Dort gibt es Ausstellungen über die Geschichte der Seefahrt, ein Kino und ein Café, in dem das berühmte"Fyrbrød" serviert wird - ein Brot, das mit Meerwasser und Seetang gebacken wird. Sie können auch in der alten Wohnung des Wärters übernachten. Mehr als 100.000 Besucher kommen jedes Jahr.
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