Husnes
🏘️ Ortschaft Sunnhordaland Fjord

Husnes

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Husnes ist das größte Dorf in der Gemeinde Kvinnherad, und seine Geschichte dreht sich fast ausschließlich um Aluminium. Im Jahr 1959, nach zwei aufeinanderfolgenden Saisons mit katastrophalen Fischfängen, begannen die lokalen Entscheidungsträger, nach Alternativen zu suchen. Das flache Gelände bei Husnes bot direkten Zugang zum Meer für den Schiffsverkehr und lag in der Nähe riesiger Wasserkraftquellen. Es war ein idealer Standort für eine Aluminiumhütte. Der ehemalige UN-Generalsekretär Trygve Lie half dabei, internationale Partnerschaften zu sichern, und Sør-Norge Aluminium (SØRAL) wurde am 29. Juni 1962 offiziell gegründet.

Im folgenden Jahr begannen die Bauarbeiten, und im November 1965 wurde die erste Produktionslinie in Betrieb genommen. Innerhalb weniger Monate folgte eine zweite Halle. Zu Spitzenzeiten beschäftigte das Werk 485 Mitarbeiter und produzierte 60.000 Tonnen Aluminium pro Jahr. Die Aluminiumhütte veränderte das Landschaftsbild. Husnes entwickelte sich von einem kleinen Bauerndorf zu einem städtischen Zentrum mit Einkaufszentren, Schulen und Sportanlagen. Mehrere Generationen arbeiteten in der Anlage, genau wie in Høyanger, Årdal und den anderen Fjordstädten mit Aluminiumhütten.

Die 2000er Jahre brachten eine Krise mit sich. Sinkende Aluminiumpreise führten zum ersten Mal seit vier Jahrzehnten zu Verlusten. Halle B wurde 2009 geschlossen, wodurch fast die Hälfte der Belegschaft abgebaut wurde. Im Jahr 2014 übernahm Norsk Hydro das Werk. Es folgte eine Investition in Höhe von 1,5 Milliarden NOK, wodurch Halle B mit modernisierter Elektrolyse-Technologie wieder in Betrieb genommen wurde. Bis 2021 war Hydro Husnes wieder voll ausgelastet und produzierte jährlich rund 195.000 Tonnen Aluminium.

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