Hjørungavåg ist ein kleines Dorf südlich der Stadt Hareid auf Hareidlandet. Heute wirkt es ruhig und unscheinbar, doch hier fand eine der bedeutendsten Schlachten der norwegischen Wikinger-Geschichte statt.
Um das Jahr 986 segelte eine Flotte dänischer Kriegsschiffe die norwegische Küste hinauf. Angeführt wurden sie von den Jomsvikingen, einer gefürchteten Gruppe von Elite-Söldnern, die geschworen hatten, Jarl Håkon, den Herrscher Norwegens, zu töten oder zu vertreiben. Håkon hatte seine Treue gegenüber dem dänischen König Harald Blauzahn gebrochen und Norwegen für unabhängig erklärt. Die Dänen wollten ihn loswerden.
Ein Bauer aus Jæren schaffte es, die Überfälle zu überleben und Håkon rechtzeitig zu warnen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde eine nationale Verteidigungstruppe, der Leidang, aufgeboten. Die beiden Flotten trafen hier bei Hjørungavåg aufeinander. Den Sagen zufolge hatten die Jomsvikinger zunächst die Oberhand. Doch das Blatt wendete sich, möglicherweise begünstigt durch einen plötzlichen Hagelsturm. Die Jomsvikinger wurden besiegt, gefangen genommen oder getötet. Einer von ihnen, Bue Digre, schnappte sich zwei Truhen voller Gold und sprang lieber über Bord in die Tiefe, als sich zu ergeben. Der Sieg sicherte Norwegen für die nächste Generation die Unabhängigkeit von Dänemark.
Der genaue Ort der Schlacht wird von Historikern nach wie vor diskutiert, da die alten Ortsnamen nicht mehr existieren. Doch das Dorf beansprucht den Ort für sich, und ein nationales Denkmal steht hier, um an das Ereignis zu erinnern. Im Jahr 2018 begannen lokale Freiwillige mit dem Bau des „Hǫðr Hjørungavåg Vikingsete“, eines nach traditionellen Methoden rekonstruierten Langhauses aus 250 vor Ort gefällten Kiefern und 14.800 mit Teer getränkten Dachziegeln. Über 16.000 Freiwilligenstunden flossen in dieses Projekt. Im Jahr 2024 fanden Archäologen zudem nur wenige hundert Meter entfernt Spuren eines echten Langhauses aus der Wikingerzeit sowie eines Grabes, was den Legenden zusätzliches Gewicht verleiht.
Die Schlacht ist neben Hafrsfjord und Stiklestad eine von nur drei, die von Snorre Sturlason ausführlich beschrieben wurden.
Um das Jahr 986 segelte eine Flotte dänischer Kriegsschiffe die norwegische Küste hinauf. Angeführt wurden sie von den Jomsvikingen, einer gefürchteten Gruppe von Elite-Söldnern, die geschworen hatten, Jarl Håkon, den Herrscher Norwegens, zu töten oder zu vertreiben. Håkon hatte seine Treue gegenüber dem dänischen König Harald Blauzahn gebrochen und Norwegen für unabhängig erklärt. Die Dänen wollten ihn loswerden.
Ein Bauer aus Jæren schaffte es, die Überfälle zu überleben und Håkon rechtzeitig zu warnen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde eine nationale Verteidigungstruppe, der Leidang, aufgeboten. Die beiden Flotten trafen hier bei Hjørungavåg aufeinander. Den Sagen zufolge hatten die Jomsvikinger zunächst die Oberhand. Doch das Blatt wendete sich, möglicherweise begünstigt durch einen plötzlichen Hagelsturm. Die Jomsvikinger wurden besiegt, gefangen genommen oder getötet. Einer von ihnen, Bue Digre, schnappte sich zwei Truhen voller Gold und sprang lieber über Bord in die Tiefe, als sich zu ergeben. Der Sieg sicherte Norwegen für die nächste Generation die Unabhängigkeit von Dänemark.
Der genaue Ort der Schlacht wird von Historikern nach wie vor diskutiert, da die alten Ortsnamen nicht mehr existieren. Doch das Dorf beansprucht den Ort für sich, und ein nationales Denkmal steht hier, um an das Ereignis zu erinnern. Im Jahr 2018 begannen lokale Freiwillige mit dem Bau des „Hǫðr Hjørungavåg Vikingsete“, eines nach traditionellen Methoden rekonstruierten Langhauses aus 250 vor Ort gefällten Kiefern und 14.800 mit Teer getränkten Dachziegeln. Über 16.000 Freiwilligenstunden flossen in dieses Projekt. Im Jahr 2024 fanden Archäologen zudem nur wenige hundert Meter entfernt Spuren eines echten Langhauses aus der Wikingerzeit sowie eines Grabes, was den Legenden zusätzliches Gewicht verleiht.
Die Schlacht ist neben Hafrsfjord und Stiklestad eine von nur drei, die von Snorre Sturlason ausführlich beschrieben wurden.