Kloster Halsnøy
📜 Geschichte Sunnhordaland Insel

Kloster Halsnøy

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Das Kloster Halsnøy war eines der reichsten Klöster im mittelalterlichen Norwegen. Es wurde 1163 von Graf Erling Skakke als Teil eines politischen Deals gegründet: Er benötigte die Unterstützung von Erzbischof Øystein, um seinen siebenjährigen Sohn Magnus Erlingsson zum König von Norwegen krönen zu lassen. Das Kloster war der Preis dafür.

Die Augustinermönche erlebten fast vier Jahrhunderte lang eine Blütezeit und häuften durch Landschenkungen und Handel enormen Reichtum an. Um 1260 zerstörte ein Brand einen Großteil des Komplexes, der anschließend im gotischen Stil wieder aufgebaut wurde. Als das Kloster 1536 im Zuge der Reformation aufgelöst wurde, beschlagnahmte die Krone den gesamten Besitz.

Anschließend befand sich das Gelände über zwei Jahrhunderte lang in privatem Besitz. Um 1840 ließ ein Nachkomme der Eigentümer die verbliebenen Klostergebäude abreißen und verwendete das Mauerwerk für den Bau eines neuen Hauses. Erhalten sind heute nur noch die Nebengebäude, nicht jedoch die Hauptkirche oder das Kapitelsaal, was Halsnøy unter den norwegischen Klosterruinen zu einer Besonderheit macht.

Seit 1956 wird die Stätte vom Sunnhordland-Museum verwaltet. Die Abtei liegt auf der Insel Halsnøya in Kvinnherad, die seit 2008 durch einen Tunnel mit dem Festland verbunden ist. Es ist zwar ein Umweg von der E39, aber für Geschichtsinteressierte lohnt er sich auf jeden Fall.

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