In der Nähe von Eivindvik, an einem Ort namens Flolid, versammelten sich rund 400 Jahre lang einmal im Jahr Bauern aus Westnorwegen. Von etwa 900 bis 1300 war das Gulatinget eine der mächtigsten Versammlungen in Skandinavien: ein Parlament, bevor es dieses Wort gab.
Die Bauern kamen hierher, um Streitigkeiten zu schlichten, über Steuern zu diskutieren, über den Bau von Straßen zu entscheiden und Urteile in Strafsachen zu fällen. Die Versammlung umfasste das gesamte Gebiet der heutigen Provinz Vestland. Als sich Norwegen zu einem Königreich vereinigte, hatten vier regionale Versammlungen die oberste juristische Autorität: Frostating, Gulating, Eidsivating und Borgarting. Das ältere Gulating-Gesetz, das möglicherweise erstmals während der Herrschaft von Olav Kyrre (1066-1093) niedergeschrieben wurde, ist die älteste erhaltene Aufzeichnung des norwegischen Rechts.
Menschen, die aus Westnorwegen auswanderten, nahmen diese Tradition mit. Das isländische Althingi und das färöische Løgting sind beide nach dem Vorbild des Gulating entstanden. Eine im Jahr 2005 eröffnete Jahrtausendstätte in Flolid markiert den Ort, an dem alles begann.
Die Bauern kamen hierher, um Streitigkeiten zu schlichten, über Steuern zu diskutieren, über den Bau von Straßen zu entscheiden und Urteile in Strafsachen zu fällen. Die Versammlung umfasste das gesamte Gebiet der heutigen Provinz Vestland. Als sich Norwegen zu einem Königreich vereinigte, hatten vier regionale Versammlungen die oberste juristische Autorität: Frostating, Gulating, Eidsivating und Borgarting. Das ältere Gulating-Gesetz, das möglicherweise erstmals während der Herrschaft von Olav Kyrre (1066-1093) niedergeschrieben wurde, ist die älteste erhaltene Aufzeichnung des norwegischen Rechts.
Menschen, die aus Westnorwegen auswanderten, nahmen diese Tradition mit. Das isländische Althingi und das färöische Løgting sind beide nach dem Vorbild des Gulating entstanden. Eine im Jahr 2005 eröffnete Jahrtausendstätte in Flolid markiert den Ort, an dem alles begann.