Fimreite

📜 Geschichte Fjord Sognefjord

Fimreite

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Am 15. Juni 1184 fand eine der blutigsten Seeschlachten der norwegischen Geschichte genau hier im Sognefjord, vor dem Weiler Fimreite, statt. König Magnus Erlingsson segelte mit 26 Schiffen heran, die in der traditionellen Formation zusammengebunden waren, damit seine Männer wie an Land kämpfen konnten. Sverre Sigurdsson, der Herausforderer, hatte nur 14 Schiffe, traf aber eine Entscheidung, die alles veränderte: Er ließ seine Schiffe ungebunden.

Sverres Flaggschiff, die Mariasuda, war das größte Kriegsschiff Norwegens. Es war so groß, dass es kaum manövrieren konnte, aber in dem engen Fjord spielte das keine Rolle. Seine ungebundenen Schiffe konnten Magnus' zusammengekettete Flotte umzingeln und von allen Seiten angreifen. Magnus' Formation, die eigentlich eine Stärke sein sollte, wurde zur Falle. Als seine Schiffe zu sinken begannen, zogen sie sich gegenseitig nach unten. Magnus ertrank. Und mit ihm Hunderte seiner Männer. Der Sage nach wurden die Leichen tagelang an den Ufern des Fjords angespült.

Sverre bestieg den Thron und regierte bis 1202. Er war ein kluger, pragmatischer König, der die Kirche bekämpfte, das Recht reformierte und seine eigene Saga schrieb (oder diktierte), weshalb wir so viel über diese Schlacht wissen. In Fimreite gibt es einen Gedenkstein und sonst nicht viel. Der Weiler ist winzig. Der Fjord sieht friedlich aus. Es ist schwer vorstellbar, dass er voll von brennenden Schiffen und ertrinkenden Menschen ist, aber genau das ist hier passiert.

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