Falstad

📜 Geschichte Wald Trøndelag

Falstad

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Falstad war eines der wichtigsten deutschen Konzentrationslager in Norwegen während des Zweiten Weltkriegs. Es war von 1941 bis 1945 in Betrieb und befand sich in dem Dorf Ekne, etwa 25 Kilometer südwestlich von Levanger.

Mindestens 4 500 Gefangene aus mindestens 13 verschiedenen Ländern durchliefen Falstad. In dem Lager befanden sich politische Gefangene, Kriegsgefangene und norwegische Juden. Siebenundvierzig jüdische Männer waren hier inhaftiert; mindestens acht wurden im Lager selbst ermordet, die anderen wurden nach Auschwitz deportiert.

Das Hauptmerkmal des Lagers war die erzwungene, harte und weitgehend sinnlose Arbeit. Die Häftlinge wurden absichtlich bis zur Erschöpfung gearbeitet. Die Exekutionen fanden im nahe gelegenen Wald Falstadskogen statt, der als Tötungsplatz für Schauprozesse und außergerichtliche Morde diente.

Heute dient das Falstadsenteret als Gedenk- und Dokumentationszentrum, das im Jahr 2000 als nationales Zentrum für die Aufklärung über Kriegsgefangenschaft, humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte eingerichtet wurde. Die Ausstellung ist gut gemacht und scheut sich nicht, Details zu zeigen. Der Falstadskogen kann auf einem markierten Pfad durch den Wald besucht werden. Es ist ein ruhiger, beunruhigender Ort.

Es ist kein angenehmer Besuch, aber ein wichtiger. Norwegens Kriegsgeschichte wird oft als eine Geschichte des Widerstands erzählt. Falstad erinnert daran, dass die Besatzung auch Kollaboration, Deportation und Mord auf norwegischem Boden bedeutete.

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