Brandal ist ein kleines Dorf an der Nordspitze von Hareidlandet. Es sieht aus wie jede andere ruhige Küstensiedlung, doch ein Jahrhundert lang war es das Zentrum der arktischen Robbenjagd für ganz Westnorwegen.
Alles begann im Jahr 1898, als Vater und Sohn, Severin und Peter Brandal, zum ersten Mal mit ihren verstärkten Booten ins Polareis fuhren. Sie fanden dort nicht nur Robben, sondern auch Walrosse, Eisbären und Moschusochsen. Peter Brandal erkannte schnell das Potenzial. Er bestellte speziell für die Robbenjagd gebaute Schiffe, errichtete eine Robbenölraffinerie und baute sogar eines der ersten Elektrizitätswerke in der Region. Das Dorf wurde zum Ausgangspunkt für Polarexpeditionen nach Grönland und Spitzbergen. Zu seiner Blütezeit hielt Brandal Eisbären in Käfigen am Ufer und Moschusochsen weideten auf den Bergen – alle warteten darauf, in Zoos in ganz Europa verschifft zu werden.
Es war zudem eine äußerst gefährliche Arbeit. Zwei von drei Schiffen, die ausliefen, erlitten schließlich Schiffbruch. Im Jahr 1917 verschwanden sieben Schiffe und 84 Besatzungsmitglieder spurlos. Im Jahr 1952 gingen fünf Schiffe und 79 Männer verloren. In den hundert Jahren, in denen diese Industrie bestand, schickte allein die Gemeinde Hareid 57 Arktisschiffe aus. 41 davon sanken.
Die letzte Robbenjagd von Brandal aus fand 2007 statt. Heute erzählt das Ishavsmuseet, das Arktische Meeresmuseum, diese Geschichte auf drei Etagen in einem alten Schuppen am Wasser, der einst zur Verarbeitung von Robbenfellen genutzt wurde. Die Hauptattraktion ist die „Aarvak“, die 1912 in Bergen gebaut wurde und das älteste erhaltene Robbenjagdschiff Norwegens ist. Sie war bis 1981 ununterbrochen im Einsatz und ist heute an Land in einem eigenen Gebäude ausgestellt. Draußen ist außerdem die „Polarstar“ zu sehen, Norwegens erstes aus Stahl gebautes Robbenjagdschiff aus dem Jahr 1948, das heute unter Denkmalschutz steht.
Das Museum ist im Sommer geöffnet. Es ist ein kleiner Ort, aber die Geschichten, die es erzählt, sind alles andere als klein.
Alles begann im Jahr 1898, als Vater und Sohn, Severin und Peter Brandal, zum ersten Mal mit ihren verstärkten Booten ins Polareis fuhren. Sie fanden dort nicht nur Robben, sondern auch Walrosse, Eisbären und Moschusochsen. Peter Brandal erkannte schnell das Potenzial. Er bestellte speziell für die Robbenjagd gebaute Schiffe, errichtete eine Robbenölraffinerie und baute sogar eines der ersten Elektrizitätswerke in der Region. Das Dorf wurde zum Ausgangspunkt für Polarexpeditionen nach Grönland und Spitzbergen. Zu seiner Blütezeit hielt Brandal Eisbären in Käfigen am Ufer und Moschusochsen weideten auf den Bergen – alle warteten darauf, in Zoos in ganz Europa verschifft zu werden.
Es war zudem eine äußerst gefährliche Arbeit. Zwei von drei Schiffen, die ausliefen, erlitten schließlich Schiffbruch. Im Jahr 1917 verschwanden sieben Schiffe und 84 Besatzungsmitglieder spurlos. Im Jahr 1952 gingen fünf Schiffe und 79 Männer verloren. In den hundert Jahren, in denen diese Industrie bestand, schickte allein die Gemeinde Hareid 57 Arktisschiffe aus. 41 davon sanken.
Die letzte Robbenjagd von Brandal aus fand 2007 statt. Heute erzählt das Ishavsmuseet, das Arktische Meeresmuseum, diese Geschichte auf drei Etagen in einem alten Schuppen am Wasser, der einst zur Verarbeitung von Robbenfellen genutzt wurde. Die Hauptattraktion ist die „Aarvak“, die 1912 in Bergen gebaut wurde und das älteste erhaltene Robbenjagdschiff Norwegens ist. Sie war bis 1981 ununterbrochen im Einsatz und ist heute an Land in einem eigenen Gebäude ausgestellt. Draußen ist außerdem die „Polarstar“ zu sehen, Norwegens erstes aus Stahl gebautes Robbenjagdschiff aus dem Jahr 1948, das heute unter Denkmalschutz steht.
Das Museum ist im Sommer geöffnet. Es ist ein kleiner Ort, aber die Geschichten, die es erzählt, sind alles andere als klein.