Südlich von Bagn liegt Bagn Bygdesamling, ein Freilichtmuseum am Ufer des Flusses Begna. Es wurde 1920 von Olaus Islandsmoen gegründet, der eine ganz besondere Persönlichkeit war.
Olaus war ein Lehrer, Politiker und unermüdlicher Kulturaktivist. Er war von 1916 bis 1918 Parlamentsabgeordneter der Radikalen Volkspartei und war maßgeblich an der Gründung des Staatsarchivs in Hamar beteiligt. Seine wahre Leidenschaft galt jedoch der Erhaltung der lokalen Kultur. Er gründete das Museum auf dem Bauernhof seiner Familie, sammelte Gebäude und Artefakte aus dem ganzen Tal und schenkte das Ganze 1939 der örtlichen Gemeinde. Er war auch Vorsitzender von Noregs Mållag, der Organisation zur Förderung der norwegischen Sprache, und half bei der Gründung des Hadeland-Volksmuseums. Die Menschen beschrieben ihn als den Mittelpunkt jeder festlichen Zusammenkunft, als jemanden, der überall Freude verbreitete, wo er hinkam.
Das Museum verfügt heute über 19 historische Gebäude, darunter ein funktionierendes Sägewerk, eine Wassermühle und eine alte Schule mit ihrer ursprünglichen Einrichtung. Es gibt auch Ausstellungen über zwei andere bemerkenswerte Einheimische: Olaus jüngerer Bruder Sigurd Islandsmoen, ein Komponist, der 45 Jahre lang Organist in Moss war und mehrere große Chorwerke geschrieben hat, und der Wildnisautor Mikkjel Fønhus, der in der Nähe aufgewachsen ist und viele seiner Naturromane in diesen Wäldern und im Wildnisgebiet Vassfaret verfasst hat.
Außerdem gibt es eine Ausstellung über die Kämpfe in Bagn im April 1940. Dies war eine der schwersten Schlachten des Norwegenfeldzugs. Am 18. April marschierten 1.600 deutsche Soldaten in Bagn ein und gerieten in einen Hinterhalt von 500 norwegischen Soldaten, die in den Hügeln oberhalb der Stadt standen. Die Norweger kämpften so erfolgreich, dass sich die Deutschen zehn Meilen zurück nach Hønefoss zurückzogen. In den folgenden Tagen wurden 157 Deutsche getötet - einer der schwersten Verluste auf norwegischem Boden. Der nahegelegene Bauernhof Bagnsbergatn, auf dem einige der heftigsten Kämpfe stattfanden, ist heute ein erhaltenes nationales Kriegsdenkmal und Teil des Museums.
Das Museum ist nur in den Sommermonaten und zu besonderen Anlässen in der übrigen Zeit des Jahres geöffnet. Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie auf der Website des Valdresmuseums.